Mit großen Hoffnungen und Ambitionen waren die 1. Mannschaft des TuS Westfalia Wethmar und Trainer Simon Erling nach einer durchwachsenen Hinrunde ins neue Fußball-Jahr gestartet, doch auch die ersten beiden Partien in 2018 brachten nicht die von allen ersehnte Wende.

Nun hat der junge Coach selbst die Reißleine gezogen und sein Amt zur Verfügung gestellt.

„Ich habe das Gefühl gehabt, dass die Mannschaft meinen Vorgaben nicht mehr zu 100% folgt. Daher bin zu der Überzeugung gekommen, dass die Gefahr, die Situation in der bestehenden Konstellation nicht mehr gedreht zu bekommen, zu groß ist und die Mannschaft diesen neuen Impuls braucht, um wieder erfolgreich zu spielen“, mutmaßte der 28-Jährige. „Daher habe ich diesen Entschluss schweren Herzens gefasst. Es geht mir einfach darum, dass der Club die Kurve bekommt, denn der TuS war und bleibt mein Verein.“ Er wünsche der Mannschaft alles Gute, so Erling. „Die Truppe hat enormes Potenzial. Leider ist es uns gemeinsam zu selten gelungen, dieses auch auf den Platz zu bringen.“

Für die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Rolf Nehling (Foto) kam die Entscheidung des Coaches, dessen Co-Trainer Robert Kittel ebenfalls von seinem Amt zurückgetreten ist, etwas überraschend. „Simon hat mich am Montagabend kontaktiert“, sagt Nehling. „Ich bedaure sehr, dass es so gekommen ist.“ Er und der Verein hätten den jungen Coach, der nach einer fünfjährigen erfolgreichen Amtszeit in der TWW-U23 im letzten Sommer ins erste Glied gerückt war, in der Vergangenheit immer unterstützt und auch vor dem ein oder anderen Gegenwind im Umfeld der Grün-Weißen geschützt.

„Simon hat zu jeder Sekunde alles für den Verein gegeben, letztlich hat es aber nicht gereicht, um die Arbeit fortzusetzen“, räumt Nehling ein. „Daher respektieren wir seine Entscheidung und müssen nun auf einem anderen Weg die Trendwende schaffen.“ Apropos: Nehling selbst wird wie schon in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit erneut in die direkte sportliche Verantwortung gehen und die Mannschaft übernehmen.

Darüber hinaus soll ihn ein zweiter Mann im Hintergrund unterstützen. „Wir sind in den entscheidenden Gesprächen, spätestens am Sonntag wollen wir mit einem neuen Duo an der Linie präsent sein.“ Für die Westfalia wird es nun mehr denn je ernst, denn es geht in den beiden kommenden Wochen um ganz wichtige Punkte: Die nächste Partie steigt auswärts beim FC Roj, sieben Tage später gastiert mit dem TSC Hamm das Tabellenschlusslicht der Bezirksliga am Cappenberger See.

„Keine Frage: In diesen Spielen müssen die ersten Punkte her, ansonsten wird es schwer, den Anschluss zu halten“, nimmt der Sportliche Leiter seine Mannen nun in die Pflicht. „Ich habe jedoch Vertrauen in das Team und bin voller Zuversicht, dass wir gemeinsam aus dem Keller herauskommen."

Update:

Die Kommandobrücke beim TuS Westfalia Wethmar ist 48 Stunden nach dem Rücktritt von Simon Erling wieder komplett: Rolf Nehling, der neben seinen Diensten als Sportlicher Leiter nun auch noch als Coach in Doppelfunktion agiert, hat mit Bernd Völkering nach kurzer, aber eindringlicher Suche einen Co-Trainer gefunden.

„Das ist meine absolute Wunschlösung“, sagt Nehling. „Bernd kennt den Verein seit Kindesbeinen in und auswendig und war in den letzten siebeneinhalb Jahren auch immer mein Ansprechpartner, wenn es um die Belange der 1. Mannschaft ging. Daher freue ich mich, dass er schnell zugesagt hat, um uns zu unterstützen.“

Der neue zweite Mann an der Linie gibt sich trotz der prekären sportlichen Lage gelassen. „Die Entwicklung kam letztlich natürlich überraschend und war alles andere als erfreulich. Simon hat immer alles gegeben“, erklärt Völkering.  Jetzt gelte es jedoch, die Kräfte zu bündeln und mitanzupacken.  „Rolf ist ganz klar der Chef im Ring. Wenn ich im Hintergrund ihm und der Mannschaft zusätzlich helfen und dazu beitragen kann, dass das Schiff wieder auf Kurs kommt, bin ich sofort Feuer und Flamme.“ Knapp neun Jahre nach seinem verletzungsbedingten Ende als aktiver Spieler bei den Grün-Weißen kehrt der 41-Jährige damit auf den Fußballplatz zurück. „Das Gute ist, dass der Ehrgeiz immer noch da ist. Es kann also sofort losgehen“, meint Völkering, der zudem Jugendleiter und 2. Vorsitzender des Vereins ist, mit einem Augenzwinkern.

Die Zielsetzung ergibt sich von selbst: „Die Mannschaft hat Potenzial genug, um den Klassenerhalt zu realisieren. Daran haben wir keinerlei Zweifel“, erklärt das neu Duo unisono. Der Anfang soll bereits am kommenden Sonntag gemacht werden, wenn die richtungsweisende Partie beim FC Roj auf dem Spielplan steht. Zuvor schwört sich das Team am Mittwoch und Freitag im Rahmen zweier Trainingseinheiten auf den Endspurt ein.

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