Der Abstiegskampf in der Kreisliga A2 bleibt weiterhin spannend. Neben dem TuS Hemmerde punktete auch der TuS Niederaden etwas überraschend gegen den Tabellenzweiten SG Massen.

TuS Hemmerde - Königsborner SV      3:0 (0:0)

Nach dem 4:1-Sieg des TuS Hemmerde am Ostersamstag gegen Schlusslicht BR Billmerich, legten die Hausherren mit viel Selbstvertrauen gegen den Königsborner SV los. Nabil Afrass und Mohamed Gencan trafen früh jeweils nur die Latte. Später scheiterte auch Martin Kuhlmann am Aluminium. Sein Schuss prallte vom Innenpfosten ab. Königsborn kam kaum einmal nennenswert vor das Hemmerder Tor und wurde meist nur dann gefährlich, wenn die Hausherren durch Fehler dazu einluden.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich das gleiche Bild. Afrass und Kuhlmann scheiterten gleich dreifach an Königsborns Torwart Krzyzak und einem Königsborner Abwehrspieler, der für seinen schon geschlagenen Keeper auf der Linie klärte. Es stand aber weiterhin 0:0 und die Gäste zeigten sich nach gut einer Stunde durch Francis Dinyelu nochmal gefährlich vor dem Tor. Anschließend übernahm aber der TuS, dem immer mehr die Zeit davon lief, wieder das Kommando. Es war dann allerdings der bereits 40-jährige Altherrenstürmer Enver Vejzovic, der fünf Minuten vor dem Spielende das 1:0 erzielte. Hemmerde legte nun nach und kam durch Vejzovic, der den Ball an Krzyzak vorbei ins Tor legte zum 2:0. In der Schlussminute bekam der TuS nach Foul von Krzyzak an Gencan noch einen Elfmeter zugesprochen, den Vejzovic im zweiten Anlauf - der erste Elfmeter musste wiederholt werden - zum 3:0 und persönlichen Hattrick nutzte.

"Das war ein hochverdienter Sieg. Wir konnten endlich mal mit unserer Wunschformation starten und hätten den Sack schon früher zu machen müssen", zeigte sich Hemmerdes Trainer "Jogo" Kipreos sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf. Anders sah das bei Königsborns Co-Trainer Sven Runge aus: "Die Niederlage ist verdient. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit bei den Pfosten- und Lattentreffern Glück."

TuS: Tillmann - Hizarci, Afrass, Kuhlmann (55.Goecke), Gencan, Kipreos (54.Vejzovic), Beyer, Ambrosy, Denninghoff (90.+2 Berkemeyer), Rihtar, El Ariane

KSV: Krzyzak - Thies, Kocabiyik (46.Bah), Nüsken, Kisa, Derwich, Heyna, Kupiec (76.Pörschke), Kita, Dinyelu (64.Yousefe), Daniel

1:0 Vejzovic (85.), 2:0 Vejzovic (88.), 3:0 Vejzovic (90.+4, FE)

SV Bausenhagen - TuRa Bergkamen      0:1 (0:1)

Ausgerechnet beim ersten Auftritt im Jahr 2018 auf der heimischen Alm ist die Erfolgsserie des SV Bausenhagen gerissen. Dabei wäre für die Hausherren auch gegen den Tabellendritten mindestens ein Punkt drin gewesen. Heiko Sonnenberg köpfte beispielsweise in der ersten Minute nach einer Ecke knapp am Tor vorbei. Bausenhagen hatte auch danach viel Ballbesitz, kreiierte daraus aber zu wenige zwingende Torchancen. Auf der anderen Seite bekam TuRa Bergkamen nach einem Handspiel im Bausenhagener Strafraum einen Elfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Jörg Plattfaut zur Führung. Dieser Vorsprung genügte den Gästen am Ende zum Auswärtssieg. Nachdem die Bergkamener in der Hinrunde auswärts noch ihre Probleme hatten, haben sie nun aus den letzten drei Auftritten aus der Fremde sieben Punkte mitgenommen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich TuRas Trainer Alex Berger, der diesmal privat verhindert war: "Wir mussten an Ostern auf die Alm und hatten deshalb ein paar Personalprobleme. Deshalb bin ich ganz zufrieden, dass wir dort gewonnen haben." "Einen Punkt hätten wir absolut verdient gehabt. Ballbesitz war genügend da, wir haben aber Nichts daraus gemacht. Noch ist nichts erledigt, die anderen Mannschaften unter uns punkten wie wild. Gegen Weddinghofen am nächsten Wochenende sollte man schon zusehen, dass man das wieder hinbekommt", meinte Bausenhagens Co-Trainer Ulli Neuhaus.

SVB: Wiggers - Littmann, Pfahl, Löcken, Hendriks, Hoffmann, Neithart, Hans (74.Wegener), Schoof (84.Chille), Raffenberg, Sonnenberg

TuRa: Hohmann - Torka, Lambert, Köroglu, Kupfer, Akyol (90.Kirtay), Rataj, Klug, Yilmaz (82.Scheuerer), Kaczmarek, Plattfaut (74.K.Golly)

0:1 Plattfaut (25.)(HE)

TuS Niederaden - SG Massen    2:2 (0:1)

Auf der Niederadener Asche entwickelte sich ein kampfbetontes, aber faires Spiel, in dem beide Mannschaften auf technische Finessen verzichteten und viel mit langen Bällen operierten. Kurz vor der Halbzeit erzielte Philipp Kohlmann aus der Drehung die Massener Führung. Massen hatte bei einem Pfostentreffer anschließend noch die Chance zum 2:0.

Niederaden nahm nach dem Seitenwechsel den Kampf sofort wieder an, musste aber in der 71.Minute das 0:2 durch Daniel Pilzecker hinnehmen. Die Hausherren steckten dennoch nicht auf. Nachdem Massens Torwart Roman Spielfeld einen Schuss nicht festhalten konnte, nutzte Tim Wiggers den Abpraller per Kopf zum 1:2. Schon in der Nachspielzeit gelang dann Dominik Hans mit einem direkt verwandelten Freistoß über die Mauer aus 25 Metern der Ausgleich. Die letzten zwei Minuten überstand der TuS dann unbeschadet und durfte sich am Ende über einen vorher nicht eingeplanten Punktgewinn gegen den Tabellenzweiten freuen.

"Das war heute ein richtiges Wachrütteln. Wir haben gezeigt, dass wir noch leben", war Niederadens Trainer Stefan Urban froh, dass seine Mannschaft eine Reaktion auf die 1:10-Niederlage in der Vorwoche gegen den TSC Kamen zeigen konnte. "Wenn du dir in 85 Minuten so einen Vorsprung erarbeitest, dann musst du auch den Willen haben, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Das ist jetzt aber kein Abbruch, kein Untergang! Eher ein Drucklöser, dass wir jetzt nicht mehr nach ganz oben schauen müssen und wieder mit mehr Spaß an unserer Entwicklung weiterarbeiten können", wollte Massens Trainer Marco Köhler dem Ergebnis nicht zu viel Gewicht geben.

TuS: Möller - Gotthardt, Hilgert, F.Hans, Katlun, Neumann, Schmidt (70.Wiggers), D.Hans, Kowalski, Schulze Beckinghausen (83.Holtmeier), M.Müller

SGM: Spielfeld - Karsten, Schultz, Duve (60.Dunker), Pilzecker, Düllberg (46.Dahl), Köhler, Werth, Hoinkis, Tran, Kohlmann (86.Schmidt)

0:1 Kohlmann (42.), 0:2 Pilzecker (71.), 1:2 Wiggers (85.), 2:2 D.Hans (90.+1)

BR Billmerich - GS Cappenberg

Diese Partie fiel erneut der Unbespielbarkeit des Billmericher Waldstadions zum Opfer.

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