Eine Punkteteilung in einem Duell Dritter gegen Vierter ist normalerweise kein Grund zum Ärgern.

Und doch ärgerte sich der Holzwickeder SC, weil er eine zahlenmäßige Überlegenheit gegen die Spvgg. Erkeschwick nicht nutzen konnte und in der 90. Minute gar den Ausgleich hinnehmen musste, nachdem Robin Schultze die Gastgeber mit einem sicher verwandelten Foulelfmeter in der 63. Minute in Führung gebracht hatte. Da waren mit Sicherheit zwei Punkte mehr drin, selbst wenn der HSC auch mit dem Remis gegen eine erwartungsgemäß starke Erkenschwicker Mannschaft ganz gut leben kann.

Beinahe wäre der Schlussmann der Gäste, Philipp Kunz, zur entscheidenden, aus Erkenschwicker Sicht sogar tragischen Figur der Partie auf der Haarstrang-Sportanlage geworden. Denn zunächst holte er den HSCer Sebastian Schmerbeck im Sechzehner von den Beinen, was zum Strafstoß und damit zum Tor für die Holzwickeder führte, dann klärte er in der 80. Minute außerhalb des Strafraums per Hand gegen den anstürmenden Sebastian Hahne, so dass der Schiedsrichterin Vanessa Arlt aus Greven keine andere Wahl blieb, als die rote Karte zu zücken. Und da die Gäste bereits dreimal gewechselt hatten, musste Feldspieler Philipp Mandla für den Rest des Spieles zwischen die Pfosten – ohne dass der HSC Kapital aus der Überzahl schlagen konnte, sondern sich im Gegenteil sogar das 1:1 fing.

Die Begegnung Drei gegen Vier war über weite Strecken von kämpferischen Momenten geprägt, in der keine Seite entscheidende Vorteile für sich verbuchen konnte. Zé Mertens prüfte nach 20 Minuten den Erkenschwicker Torwart, der elf Minuten später Riesenglück hatte, dass Nico Berghorst nach Vorarbeit von Mirco Gohr den Ball nur um Zentimeter am Pfosten vorbeidrehte. Auf der Gegenseite hatte Ridwan Avci in der 33. Minute eine gute Gelegenheit, traf aber ebenso wenig wie Jan Binias, der in der 37. Minute einen Freistoß etwas zu hoch ansetzte.

Nach Wiederanpfiff hatte zunächst Nils Hoppe in der 54. und 56. Minute zwei dicke Chancen, die Gastgeber in Führung zu bringen. Doch Erkenschwick hielt dagegen und zwang HSC-Keeper Kevin Beinsen mit einem Schuss von Kevin Lehmann in der 57. Minute zu einer Glanzparade. Als dann Robin Schultze den Elfer verwandelte, Mertens kurz darauf eine weitere Möglichkeit besaß und der Gast sich dann durch die rote Karte selbst schwächte, schien alles in Richtung HSC-Erfolg zu laufen, zumal sich mehrfach Gelegenheiten boten, den Sack endgültig zuzumachen. Es spricht aber für die Moral der Gäste, dass sie trotz Unterzahl nicht aufsteckten und mit dem 1:1 durch den eingewechselten Dennis Kündig ihrem engagierten Trainer Rene Lewejohann ein gern angenommenes Geschenk zum Trainerdebut machten.

Westfalenliga 2: Holzwickeder SC – Spvgg. Erkenschwick 1:1 (0:0)

HSC: Beinsen – Hoppe, Tucholski, Mihajlovic, Schultze, Sievers (90. + 2. Duwe), Hibbeln (68. Schultze-Adler), Gohr, Mertens, Hahne, Berghorst (46. Schmerbeck).

Spvgg.: Kunz – Bröcker (25. Filipovic), Hildwein (72. Soltane), Avci, Weßendorf, Tottmann, Binias (78. Kündig), Mandla, Gllogjani, Lehmann, Große-Puppendahl.

Tore: 1:0 (53.) Foulelfmeter Schultze; 1:1 (90.) Kündig.

Schiedsrichterin: Vanessa Arlt (Greven) – hatte keinen leichten Stand

Zuschauer: 150

Bes. Vork.: Rote Karte gegen Erkenschwicks Torwart Kunz (80.) wegen Handspiels außerhalb des Strafraums.

 

HSC testet Dienstag in Kemminghausen

Nach dem Spitzenspiel gegen Erkenschwick und vor dem schweren Nachbarschaftsduell in Lünen überprüft Westfalenligist Holzwickeder SC noch einmal seine Form in einem Testspiel am Dienstagabend (6.3.) um 19.15 Uhr beim Landesligisten VfL Kemminghausen. Die Kemminghausener haben am Sonntag mit einem 3:0 über den Ex-Westfalenligisten Mengede 08/20 den 7. Tabellenplatz gefestigt. Das Spiel findet auf dem Sportplatz am Gretelweg 1 in Dortmund statt.

HSC verlängert auch mit Mertens

Westfalenligist Holzwickeder SC baut weiterhin an einem schlagkräftigen Kader für die kommende Saison und stützt sich dabei unter anderem auf Spieler, die trotz ihres jungen Alters bereits zu wichtigen Säulen geworden sind. So meldete der Sportliche Leiter Tim Harbott jetzt die Weiterverpflichtung des erst 21-jährigen Offensivspielers Zé Mertens, der damit in seine dritte Spielzeit beim HSC geht.

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