Nach drei Spieltagen gleich von einem richtungsweisenden Spitzenspiel zu sprechen, wenn der Tabellenzweite Erkenschwick den Ersten aus Holzwickede erwartet, ist sicherlich zu hoch gegriffen. Westfalenliga 2: SpVgg. Erkenschwick - Holzwickeder SC (So., 15 Uhr, Stimbergstadion, Stimbergstraße 175, Oer-Erkenschwick). Aber eine gewisse Brisanz ist dem Duell der bisher einzigen verlustpunktfreien und nur durch das Torverhältnis getrennten Teams der Westfalenliga 2 nicht abzusprechen, auch wenn sich beide Trainer bemühen, den Ball flach zu halten. Erkenschwicks Coach Zouhair Allali geht so gar so weit, von "jetzt eben neun Punkten gegen den Abstieg zu sprechen. Mehr nicht", aber wer sich in Hordel (1:0) und in Finnentrop/Bamenohl (4:2) durchsetzt und zu Hause ein 1:0 gegen Neheim holt, ist nun ganz gewiss nicht dem Kreis der Abstiegskandidaten zuzuorden - trotz der noch blutjungen Saison. Allali, der nach dem Abstieg aus der Oberliga wieder eine neue Mannschaft formen muss, scheint mit der Stimberg-Elf durchaus auf einem guten Weg zu sein, weiß aber auch, dass vor den traditionsreichen Erkenschwickern ein noch beschwerlicher Weg liegt, um möglicherweise in die Oberliga zurückzukehren. Von einem Aufstieg will auch Holzwickedes Trainer Axel Schmeing nichts wissen: "Natürlich freuen wir uns über die Siege gegen Resse, in Wickede und gegen Kirchhörde, aber wir ziehen daraus nicht die falschen Schlüsse. Die dicken Brocken kommen noch - und im Stimbergstadion wahrscheinlich schon der erste". Vor knapp einem Jahr hatten es die Holzwickeder nach etlichen Spielzeiten wieder einmal mit den Erkenschwickern zu tun gehabt - und daheim im Westfalenpokalspiel mit 1:3 den Kürzeren gezogen, allerdings erst in der Verlängerung. "Da haben wir über weite Strecken ein gutes Spiel gezeigt und werden es jetzt in der Meisterschaft bei einer völlig neu formierten Erkenschwicker Mannschaft wieder tun müssen, um bestehen zu können", hofft der HSC-Coach darauf, dass seine Mannschaft ihre zweifellos vorhandenen Qualitäten besser zur Geltung bringen kann, als das zum Beispiel zuletzt trotz des 2:0 gegen Kirchhörde der Fall war. Beide Trainer gehen nicht völlig sorgenfrei in die sonntägliche Partie. Allali muss im Aufgebot des Tabellenzweiten auf den verletzten Offensivspieler Kevin Hegel und wohl auch auf Kevin Lehmann verzichten. Sein Gegenüber Axel Schmeing bangt unter anderem um den Einsatz der erkrankten Schultze-Brüder Dennis und Robin und muss weiterhin die verletzten Marcel Duwe, Karim Bouasker und Nils Hoppe ersetzen. Mike Hibbeln ist hingegen aus dem Urlaub zurück. 

Bezirksliga 8: Holzwickeder SC II - Westf. Wethmar (So., 15.15 Uhr, Haarstrang-Sportanlage). Zu den - allerdings negativen - Überraschungen in der noch jungen Bezirksligasaison zählt die im Vorfeld als Meisterschaftsfavorit gehandelte Westfalia Wethmar, denn noch sind die Lüner Vorstädter punkt- und sieglos. "Diesen Zustand wollen sie natürlich gegen uns beenden", verweist HSC-Trainer Olaf Pannewig darauf, dass seine Elf im Vorjahr nur einen Punkt gegen Wethmar holen konnte. Und das 5:1, mit dem der HSC im Werner Pokalendspiel über die Westfalia triumphierte, sollte sicherlich nicht zum Maßstab für die sonntägliche Partie auf dem Haarstrang genommen werden. "Wethmar ist mit Sicherheit stärker, als es die jüngsten Ergebnisse aussagen könnten", warnt Pannewig seine Elf davor, sich "aufs hohe Ross" zu setzen. Zuletzt imponierten die Holzwickeder mit einer tollen Moral, mit der sie schon verloren geglaubte Partien noch aus dem Feuer gerissen und nach wie vor keine Niederlage kassiert haben. Am Sonntag muss zwar der gelb-rot gesperrte Felix Harbig ersetzt werden, aber personell sieht es bei den HSC-Reservisten ansonsten gut aus. "Wir müssen und werden alles dafür tun, den nächsten Dreier aufs Konto zu bekommen", appelliert Pannewig an die Kampfkraft seiner Mannschaft.

Frauen-Landesliga 2: Holzwickeder SC - SpVgg Horsthausen (So., 15 Uhr, Schulzentrum Opherdicker Straße).  Nach dem durchaus zufriedenstellenden Saisonauftakt mit dem 2:2 in Berghofen bekommen es die Landesligafrauen des HSC am Sonntag an der Hauptschule mit der SpVgg Horsthausen zu tun. Und was für ein Kaliber der Neuling aus Herne ist, hat er am vergangenen Sonntag dem SV Oesbern gezeigt, den er mit sage und schreibe 12:0 abkanzelte. Die Elf von Trainer Ralf Dreier weiß also, welch schwere Heimaufgabe sie erwartet, "aber bange machen gilt nicht", ist die Devise der HSCerinnen.

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