"Bärinnen" ohne Medaille beim Pokalturnier

Keine Medaille gab es für den EC Bergkamen beim DEB-Pokalturnier in Ingolstadt.
UN ECBpokal

EC Bergkamen – ECDC Memmingen 1:5 (1:2, 0:0, 0:3)

Nicht mit dem gewünschten Ziel gingen die Bärinnen am späten Samstagabend vom Eis der Saturn-Arena in Ingolstadt.
Zuvor hatten sie 60 Minuten alles dafür getan um den Weg ins Finale am Sonntag herauszuschießen. Doch am Ende konnten die Bärinnen nicht über die gesamte Spielzeit ihr ganzes Potenzial abrufen, so dass es leider nicht zum erwünschten Finaleizug reichte.
Hinzu kam noch ein schnelles, äußerst unglückliches Gegentor durch einen abgefälschten Schuss von Daria Gleisner (4:22 Minuten). Torhüterin Jule Flötgen war bereits in die andere Ecke unterwegs und hatte keine Chance den Schuss noch abzuwehren. Doch die Bärinnen antworteten ebenso schnell. Claudia Weltermann traf mit einem Schlenzer von der blauen Linie nur 1:18 Minuten später zum Ausgleich. Nach 9:09 Minuten konnte Manuela Anwander in Unterzahl einen Ausrutscher der hoch stehenden Bergkamenerin nutzen und im Alleingang den 2:1 Führungstreffer für den Deutschen Meister erzielen. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die erste Drittelpause. „Das erste Drittel war schon in Ordnung, aber im zweiten haben wir dann nochmal richtig Gas gegeben.“ resümierte Vorsitzende Ilona Pollmer nach dem Spiel.
Im zweiten Drittel gingen die Bärinnen noch energischer zu Werke und setzten die Memmingerinnen bereits im eigenen Drittel so unter Druck, dass sie größtenteils keine klaren Pässe spielen konnten. Einzig und allein ein Tor wollte nicht fallen, so dass es auch mit dem 1:2 in den Schlussabschnitt ging.
Im letzten Drittel waren es dann die Memmingerinnen, die den entscheidenden Schlag setzten konnten. Nach knapp sieben Minuten konnte Nicola Eisenschmidt ihr Team mit 3:1 in Front bringen. „Das dritte Tor hat uns so ein wenig das Genick gebrochen“, so Trainer Robert Bruns. Zudem schien das Memminger Tor wie vernagelt. Selbst die kllarste Einschussmöglichkeit frei vor dem leeren Tor konnte nicht genutzt werden, bzw. konnte von der Memminger Torfrau doch noch vereitelt werden. In der Folge warfen die Bärinnen alles in die Waagschale und spielten voll auf den Anschlusstreffer, wodurch sich natürlich auch Räume für die Indians boten. Julia Seitz (52:19) und wiederum Manuela Anwander (57:04) konnten das Ergebnis noch auf 5:1 hoch schrauben. „Einige unserer Spielerinnen waren zum ersten Mal bei so einem Turnier dabei, dann noch das Spiel auf der Hauptfläche der Saturn-Arena, das sind einfach Dinge die diese jungen Spielerinnen beschäftigen“, so Trainer Bruns nach der Partie. „Wir hatten uns hier viel vorgenommen. Ich glaube der ein oder andere war auch ein wenig übermotiviert“, sagte Kapitänin Claudia Weltermann am Samstagabend.
UN Sport ECB Ingolstadt2

EC Bergkamen – ERC Ingolstadt 3:7 (0:4, 2:3, 1:0)

Am Sonntag ging es dann gegen den Gastgeber aus Ingolstadt darum sich ordentlich aus der Saison zu verabschieden. Zu Beginn lief es allerdings nicht so gut für die ECB-Damen. Bereits nach gut sieben Minuten führten die Ingolstädterinnen bereits mit 2:0. Im ersten Drittel taten sich die Bärinnen schwer ins Spiel zu finden. „Immer wenn man das Gefühl hatte jetzt passt es, kam wieder ein unglückliches Gegentor“, so Vorsitzende Pollmer. So kam es, dass die Gastgeber bis zur ersten Drittelpause mit 4:0 in Front lagen.
Aber von so etwas lassen sich die Bärinnen nicht beirren. Zu Beginn des zweiten Drittels hatten sie mehr Zugriff auf das Spiel. Das nächste Tor fiel jedoch wieder auf der anderen Seite. Sybille Kretzschmar erzielte kurz nach Wiederbeginn gar das 5:0. Doch nur 2 Minuten später konnte Sabina Florian den ersten Treffer der Bärinnen erzielen. Wiederum eine knappe Minute später wurde Jule Flötgen im Tor des ECB nach einer Parade umgefahren und konnte mit Verdacht auf Gehirnerschütterung nicht weiter spielen. Da der ECB vor dem Turnier keinen zweiten Torhüter nachnominieren durfte und Sarah Körber verletzt nicht spielen konnte, musste sich kurzerhand Claudia Weltermann in die Torwartklamotten schlüpfen. Und sie machte ihre Sache bravourös. Da Flötgen auch noch zwei Minuten für Spielverzögerung bekommen hatte musste Weltermann direkt eine Unterzahlsituation überstehen. Aber auch das steckten die Bärinnen wunderbar weg. Sie kämpften und ackerten um ihrer neuen Torfrau das Leben so leicht wie möglich zu machen und konnten das Spiel weiterhin ausgeglichen gestalten.
Nach einem weiteren Tor durch Nina Ziegenhals und zwei weiteren Gegentoren ging es mit einem 2:7-Rückstand in die letzte Pause. Nach dem letzten Seitenwechsel der abgelaufenen Saison konnten die Bärinnen den Abstand leider nur noch auf 3:7 verkürzen, so dass sie bei dem Pokalturnier, wie auch in der abgelaufenen Bundesligasaison den vierten Platz belegten. „Ich bin mit der Einstellung und der Leistung meiner Mannschaft hoch zufrieden. Wir haben wieder einmal bewiesen was für ein riesen Teamgeist herrscht, das wir mit jeder Situation umgehen können und nicht auseinanderbrechen“, so Trainer Robert Bruns nach dem Wochenende.
 

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