Bärinnen packen sich auch Berlin

Nach den Auftaktsiegen gegen Mannheim am vergangenen Wochenende legte der EC Bergkamen gegen den OSC Berlin nach: 3:2 nach Verlängerung und 6:1 für die Bärinnen hieß es am zweiten Spieltag in der Eishalle am Häupenweg.

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Am Samstagabend war das Spiel im ersten Drittel noch einigermaßen ausgeglichen, wobei die Bärinnen die Gäste gut vom eigenen Tor fernhalten konnten, ihrerseits aber noch nicht allzu viele gefährliche Chancen kreierten. Trainer Robert Bruns war daher nach dem ersten Abschnitt auch nicht vollends zufrieden mit seiner Mannschaft.


Das änderte sich im zweiten Drittel. Die Bärinnen spielten bei eigenem Scheibenbesitz schnörkellos nach vorne und kamen so auch immer wieder zu guten Chancen. Das 1:0 für die Bärinnen fiel allerdings schon nach 2:10 Minuten. Alena Hahn konnte den Puck beim Bulli vor dem Berliner Tor aufnehmen, machte sich direkt auf den Weg in Richtung Tor und versenkte die Scheibe im Kasten der Berliner. Die Eisladies konnten in dieser Phase eigentlich nur in Überzahl Druck aufbauen und sich im Drittel des ECB festsetzten. Das passierte allerdings viel zu oft. Die Bärinnen handelten sich einige unnötige Strafzeiten ein, doch Jule Flötgen im Tor des ECB konnte den Kasten vorerst sauber halten. Allerdings verpassten es die Bärinnen bis zur zweiten Pause trotz teils sehr guter Möglichkeiten den Vorsprung auszubauen.


Zu allem Überfluss musste in der zweiten Pause auch noch Verteidigerin Mona Schneck verletzt in der Kabine bleiben, so dass der ECB das Spiel mit nur drei Verteidigerinnen beenden musste. Hinzu kamen einige weitere Unterzahlspiele, so dass die Kräfte merklich nachließen. Das Schlussdrittel begann allerdings gut, wiederum Alena Hahn konnte die Bärinnen mit einem schnellen Tor (42:41 Minuten) mit 2:0 in Führung bringen. Dieser Vorsprung hielt allerdings nur knapp vier Minuten. Kathrin Fring konnte die Berlinerinnen wieder auf ein Tor heranbringen. In den letzten zehn Minuten der Partie traten die Bärinnen nicht mehr so sicher auf wie noch in den 50 Minuten zuvor, ohne allerdings zu sehr unter Druck zu geraten. Dennoch kamen die Berlinerinnen 1:42 Minuten vor Schluss in Überzahl zum Ausgleich.


Es ging somit erstmals in dieser Saison in die wieder eingeführte, 5-minütige Verlängerung. Dabei wird mit nur drei Spielerinnen gespielt. Beide Mannschaften spielten dabei mit offenem Visier, so dass die beiden Torhüterinnen einiges zu tun bekamen, Jule Flötgen dabei allerdings mehr als ihr Gegenüber Mareike Krause. Dennoch waren es die Bärinnen, die nach 3:10 gespielten Minuten in der Verlängerung in Person von Michelle Lübbert zum insgesamt hochverdienten Sieg kamen.

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Sonntagmorgen dann ein Traumstart für den ECB. Nina Ziegenhals erzielte bereits nach 44 Sekunden das 1:0 für die heimischen Bärinnen. Im Laufe des ersten Drittels verdienten sich die Bärinnen dann auch die Führung, hatten das Spiel weitestgehend unter Kontrolle. Hin und wieder ließen sich allerdings auch die Berlinerinnen vor dem Tor von Jule Flötgen blicken. Und wenn, dann wurde es auch richtig gefährlich. So auch in der sechsten Spielminute, als Kelsey Soccio den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen konnte. Doch die Bärinnen ließen sich dadurch nicht verunsichern, spielten weiter druckvoll und setzten die Berlinerinnen schon in deren Drittel unter Druck. Verdientermaßen konnten demnach Vena Kanters und Christina Schwamborn (13:07 und 16:23 Minuten) die 3:1-Pausenführung herausschießen.


Im Mitteldrittel wurden die Berlinerinnen stärker und es gestaltete sich ein offenes Spiel mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten wobei die Bärinnen mit mehr Tempo und Zug zum gegnerischen Tor agierten. Beide Torhüterinnen konnten fast das gesamte Drittel ohne weitere Gegentore überstehen. Bis Vena Kanters die Scheibe vor sich her trieb, mehrere Berliner Gegner austantzte, einen klugen Rückpass auf Kapitänin Claudia Weltermann spielte, die ihrerseits den Puck auf Kanters zurückspielte, die vors Tor durchgestartet war und den Puck zur 4:1-Pausenführung unterbringen konnte.


Im letzten Drittel war es Alena Hahn, die das frühe Tor zum 5:1 für die Bärinnen erzielen konnte (44:15 Minuten). Allerdings merkte man den ECB-Damen an, dass langsam die Kräfte schwanden. „Wir konnten im letzten Drittel nicht mehr den Druck entwickeln wie zuvor“, so Vorsitzende Ilona Pollmer. Das Geschehen spielte sich ab Mitte des dritten Drittels mehr vor dem Tor der Bärinnen ab. Die Gäste aus der Hauptstadt konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Im Gegenteil, die Bärinnen blieben bei Scheibenbesitz gefährlich und konnten sogar 4 Sekunden vor der Schlusssirene durch Michelle Lübbert noch das 6:1 erzielen. Jetzt heißt es im Training weiter zu arbeiten um dann in zwei Wochen gegen den ERC Ingolstadt hoffentlich weiter zu Punkten.

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